armer Narr, ein unheilbarer Narr, ein von Neid und Stolz arg gequälter Narr, und dies, mein Sohn, iſt die allerungluͤcklichſte Narrheit; denn, ſetzteſt Du Dich auch daruber hinweg, Jean, und wuͤrdeſt morgen Groß⸗Admiral von Frankreich, Du wuͤrdeſt doch nur der Sohn des Buͤrgerkanonier⸗ meiſters Thomas bleiben, und nie vergeſſen koͤnnen, daß Dein Vater im Hafen Fiſche verkaufte.“—
„Um Gottes willen, Mutter! um Gottes wil⸗ len, ſagt das nicht—“
„Und ich will Dir es ſagen, gerade ich,“ ver⸗ ſetzte die Wittwe mit feſtem Blicke,„und will Dich ſtets an Deine Abſtammung, die ſo niedrig als ehrbar iſt, erinnern, um Dir zu zeigen, wie eitel und thoͤricht der Kummer iſt, der Dir den Genuß deſſen, was Du haſt, vergällt, und Dich das, was Dir die ganze Welt nicht geben kann, nämlich: adelige Ahnen, beneiden läßt.“
„Ich, ich! ich ſollte den Adel beneiden? Im Gegentheil, ich verachte den Adel von ganzem Her⸗ zen! Er iſt ein leeres Wort, ein thoͤrichtes Vorur⸗ theil, das nur bei Thoren und Kindern etwas gel⸗ ten kann. Bei Gott! ſehr wuͤnſchenswerth, ein Titel, der der Niedrigkeit, der Beſchimpfung oder der Ehrloſigkeit angehoͤrt.“
„Schweig, Jean, ſchweig!“ rief lebhaft die Wittwe.„An Dir ſieht man deutlich, daß der Neid die Wurzel aller Laſter iſt, weil er uns zur Undankbarkeit verleitet. Verdankſt Du nicht Ei⸗


