Teil eines Werkes 
67.-70. Theil, Der Wart-Thurm von Koat-Vën : Roman aus dem Seeleben 1780-1830 : 5.-8. Bändchen (1841) La vigie de Koatven
Entstehung
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die Kugel ſtreifte Vaudrey's Ohr, der auch gleich ſchoß; doch gezielt hatte er, bei meiner Ehre, auf Herrn von Cernan nicht.

Es hat die gute Seele noch gedauert, unter⸗

brach der Ritter von Monval den Leſer. Unwillig blickte ihn St. Sauveur an, und fuhr dann abermals fort:

Als die beiden Gegner nur noch zehn Schritte von einander entfernt waren, zitterte der Ba⸗ ron vor Zorn ſo ſehr, daß die Piſtole mächtig in ſeiner Hand ſchwankte.Sie ſind er⸗ hitzt, Herr Baron, rief Heinrich;wollen Sie ſich nicht ſammeln? Ich will warten. Darauf wandte er ſich zum Herrn von St. Cyr:Wenn's beliebt, mein Herr, ich ſtehe zu Dienſten, denn auch mit Ihnen habe ich zu thun.

Dieſes edle, unerwartete, großherzige Beneh⸗ men verſetzte uns in ein ſolches Staunen, daß anfangs Niemand antwortete, bis endlich Herr von St Cyr Heinrich hoͤflichſt fur ſein ſo zar⸗ tes Verfahren dankte, es jedoch ohne die Ein⸗ willigung bdes Herrn von Cernan nicht anneh⸗ men wollte.

Und ich verbitte mir das, rief der Baron wuͤthend,der Schuft ſoll nur von meiner Hand ſterben; noch ein Mal, ich verbitte mir

das; St. Cyr konnte mir ihn vielleicht weg⸗ ſchießen! fuͤgte der Raſende hinzu.