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nannten„Geſellſchaft,“ die, wie alle Geſellſchaften
der Provinz, nur denen Unterhaltung bietet, welche unaufhoͤrlich in ihrem Cirkel leben und die ewigen Klatſchereien, Schwaͤnke und Liebeshaͤndel, auf welche die Schöngeiſter des Ortes gewoͤhnlich er⸗
picht ſind, mitmachen koͤnnen. Aber im Ganzen
genommen muß das einem armen Teufel, der aus Verſailles, Paris oder Chili kommt, hochſt erbaͤrm⸗
lich vorkommen, obgleich ihm die Wahl zwiſchen
dem Bier und dem Dunſt in den Tabagien, zwi⸗
ſchen dem Geplaͤrre auf einem armſeligen Theater
und den Reizen einer vollkommenen Einſamkeit frei ſteht.
Jene Wahl haͤtte drei von den Officieren der Fregatte„Sylphide,“ die der Graf von Vaudrey befehligte, gewiß in Verlegenheit geſetzt, denn ſie waren ſtockfremd in Breſt, wenn ſie nicht den koſt⸗
lichen Einfall gehabt hätten, alle Abende bei Einem
aus ihrem Kleeblatte zuſammen zu kommen, und ſo unter dem froſtigen Himmel der Bretagne ein Klein⸗Paris ex tempore zu ſtatuiren.
So lebten ſie in ihren gegenſeitigen Erinner⸗ ungen, theilten ſich die Briefe, die ſie vom Hofe
empfingen, einander mit, und genoſſen ſo einen 3 kleinen Nachgeſchmack von jenem Wohlleben in
Paris und Verſailles, wonach ſie ſo herzlich ſchmach⸗ teten. Dieſe drei Herzensfreunde, wie man ſie
nannte, waren der Marquis von Miran, der Rit⸗
ter von Monval, Beide Schiffs⸗Faͤhndriche, und


