Bruder nutzlich zu ſein, ſetzte er bei Seite, ſeit Rumphius nicht mehr dabei betheiligt war. Von einigen Fruͤchten lebend, brachte er den Tag größ⸗ tentheils weinend im Zimmer des Aſtronomen zu, und ſchleppte waͤhrend ſeiner Trennung von Rum⸗ phius ſein Leben ſo kuͤmmerlich hin, daß dieſe vier⸗ zehn Tage eigentlich gar nicht zu ſeinem Leben zu rechnen waren; denn, wie ſchon geſagt, ging der ſtete Zweck, den Sulpizius immer vor Augen hatte, allein dahin, ſeinem Bruder auch die kleinſte Muͤhe zu erſparen. Dieſer Zweck war es gewiſſermaßen, der den Geiſt, den Koͤrper dieſes guten Bruders be⸗
ſeelte, und wenn dieſer Zweck verloren ging, blieb der
Koͤrper traͤg und wie leblos zuruͤck. Doch welch' Entzuͤcken, welche Freude war es fuͤr ihn, als Rum⸗ phius zwei Tage ſpaͤter wieder nach St. Rénan zuruckkehrte. Man mufßte es ſehen, wie Sulpizius ſeinen Bruder ſo zaͤrtlich, ſo verwunderungsvoll anblickte, und kaum wagte ihn anzureden, weil er zu gut wußte, wie weit des Aſtronomen Strenge ging; ſondern wie er ihn bloß mit den Augen ſchmeichelnd anſah, und in ſeinen Zuͤgen zu leſen ſtrebte, ob dieſe Reiſe ihn ermuͤdet haͤtte, und ob der Erfolg ihm guͤnſtig geweſen wäre.
Rumphius ſah, mit welchem innigen und wah⸗ ren Gluͤcke Sulpizius das erſte Mahl fur ihn berei⸗ tete, wie emſig, wie eilfertig er dieſen Dienſt vollzog.
Und ſonderbar genug ſchien Rumphius zum er⸗ ſten Male Alles zu bemerken, was ſein Bruder fur
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