Der Baron von Cernan.
Gott befohlen, Herr von St. Eyr; doch ehe ich gehe, will ich Ihnen noch etwas mittheilen, was ein ſo kluger Mann, wie Sie, nicht mißdeuten wird. Morgen werden Sie nach Paris kom⸗ men, allda will ich Sie der Frau von Cernan vor⸗ ſtellen; denn ich bin uͤberzeugt, daß ſie waͤhrend„ meiner Abweſenheit keinen beſſern Mentor finden wird, als den Freund, der meines Vertrauens und meiner Achtung ſo wuͤrdig iſt.
„ Herr von St. Cyr(mit bewundernswerthem Ausdruck von Beſonnenheit und Würde).
Darauf hatte ich gerechnet, mein Herr!
Der Baron von Cernan(ihn umarmend).
Ihr ganzes Benehmen entſpricht Ihrem Na⸗ men, dem Namen St. Cyr.
Herr von St. Cyr eihn noch ein Mal umarmend).
Sie haben mich verſtanden, Cernan.
(Der Baron geht, und die Poſtkutſche rollt die Pariſer Straße dahin.) ²
Herr von St. Cyr callein).
Siehe, ſo hat durch ein redliches und rechtli⸗ ches Benehmen ein Band, das drei Perſonen in Tod und Verzweiflung ſtuͤrzen konnte, die Bande der Ehre und der Tugend, die ſie umſchlingen, nur


