Teil eines Werkes 
62.-66. Theil, Der Wart-Thurm von Koat-Vën : Roman aus dem Seeleben 1780-1830 : 1.-4. Bändchen (1841) La vigie de Koatven
Entstehung
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in ein Kloſter fluͤchten duͤrfe. Ihre Briefe, mein Herr, habe ich geleſen, und wie bitter auch ſolch' eine Entdeckung einem Ehemann ſein muß, fand ich doch große Beruhigung darin, daß ich ſah, mein Weib ſei noch rein, und Sie haͤtten, weit entfernt, dieſem verhaͤngnißvollen Gluͤcksſtern blind zu fol⸗ gen, im Gegentheile, Caͤcilien in der Liebe zu ih⸗ rer Pflicht ermahnt, und ſich mit einer reinen und uneigennuͤtzigen Neigung begnuͤgt. Mit einem andern Manne, als Sie, mein Herr, waͤre kurzer Prozeß geweſen; ich waͤre hieher gekommen, hätte Ihnen Vorwuͤrfe gemacht, Ihnen den Hals ge⸗ brochen, oder mir ihn von Ihnen brechen laſſen. Mit Ihnen, Herr von St. Cyr, verfahre ich an⸗ ders, mit Ihren Briefen ſo(der Baron wirft ſie in's Feuer) und nun hoffe ich von Ihrer Recht⸗ lichkeit ein gleiches Opfer.

Herr von St. Cyr. Sie handeln als Biedermann, mein Herr, und

ich bedaure nur, daß ich nicht auf eine ſo ſchmei⸗

chelhafte als rechtliche Weiſe es Ihnen vergelten kann; dies ſind die Briefe der Frau von Cernan. Herr von St. Cyr wirft Cäciliene Briefe ins Feuer.)

Der Baron von Cernan.

Jetzt, mein Herr, danke ich Ihnen fuͤr Ihr ed⸗ les Verfahren, das ich wohl zu ſchaͤtzen weiß; denn Männer, wie Sie, mein Herc, ſind jetzt ſelten.