Teil eines Werkes 
62.-66. Theil, Der Wart-Thurm von Koat-Vën : Roman aus dem Seeleben 1780-1830 : 1.-4. Bändchen (1841) La vigie de Koatven
Entstehung
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fachen Tod erleiden, als nur daran denken, Sie zum Hochverrath an den heiligſten Pflich⸗ ten zu verfuͤhren, als Ihre Ruhe im mindeſten zu gefährden, und die Ehre eines Biederman⸗ nes, der in jeder Hinſicht gluͤcklich zu ſein ver⸗ dient, zu beflecken. Lieben Sie ihn von Her⸗ zen, edle Frau, Sie haben keine Heuchelei zu befuͤrchten, denn eine Liebe, wie die unſere, kann die Seele nicht entwuͤrdigen, nur adeln; man wird deshalb nie ſchamroth, man iſt ſtolz darauf, weil nur Reinheit und Unſchuld in jener hehren Sympathie liegt, welche zwei Seelen, die, erhaben uͤber die materiellen Lei⸗ denſchaften dieſer Welt, ſich verſtehen, zu er⸗ heben vermag.

Es iſt bewundernswuͤrdig, rief der Baron und legte die Briefe in ein Portefeuille,der Herr von St. Cyr iſt ein Mann von altem Schrot und Korn, und ich wage weder gegen ihn noch auch gegen meine Frau feindſelig aufzutreten.

Eben brach die Nacht an, als der Baron Ne⸗ vers erreichte.