Teil eines Werkes 
62.-66. Theil, Der Wart-Thurm von Koat-Vën : Roman aus dem Seeleben 1780-1830 : 1.-4. Bändchen (1841) La vigie de Koatven
Entstehung
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„Ach, das iſt der Befehl, mich ſchleunigſt auf meinen Poſten zu verfuͤgen,“ rief Heinrich,„wo moͤglich binnen zweimal vier und zwanzig Stunden abzureiſen, und in Breſt neue Befehle zu erwar⸗ ten. Dieſe Abreiſe kommt mir ſehr ſchnell,“ fuͤgte er hinzu, und ſein Blick traf den der Baronin.

„Alle Teufel!“ rief der Baron,„und ich, wie ſoll ich in zweimal vier und zwanzig Stunden ſchon reiſefertig ſein?“

„Ach, ich glaube kaum, daß wir Beide zugleich abreiſen muͤſſen, denn in einer hier beigefuͤgten Note wuͤnſcht der Marſchall von Caſtries mich nur des⸗ halb ſo ſchnell nach Breſt, um dort ſelbſt die Aus⸗ ruͤſtung meiner Fregatte leiten zu koͤnnen. Es iſt dies naͤmlich ein Verſuch, ein neues Artillerie⸗Sy⸗ ſtem zu organiſiren.“

„Ach, dann werde ich Zeit genug haben, mich vorzubereiten,“ verſetzte der Baron,„und ich will nicht auf mich warten laſſen. Aber ich verlaſſe Sie, gnädige Frau,“ ſprach er zu ſeiner Gemahlin; „denn die Stunde des Condorcet⸗Klubbs naht.“

Der Baron ging.

„In zwei Tagen reiſen Sie ab,“— ſagte Cäcilie.

„Ja,“ erwiederte Heinrich heiter,„und nehme Ihren Mann mitz dafuͤr, das muͤſſen Sie ſelbſt geſtehen, ſind Sie mir eine Entſchaͤdigung ſchul⸗ dig; denn es iſt von mir ſehr edel, indem ich ſo vielleicht einen beguͤnſtigten Liebhaber gluͤcklich mache.“