ſie ſich durch ſo viele Beweiſe von Leidenſchaft ver⸗ nichtet fuhlte.
„Ach! es iſt wahr, Rita; ich ſage, wie Du, zuweilen, zuſammenbebend: welch eine Liebe!“
Und die Herzogin richtete ſich gerade auf, aus⸗ drucksvoll und gebieteriſch; ſie reichte Heinrich ihre Hand und ſagte:
„Heinrich! in drei Tagen hier wirſt
Du mich erſt recht erkennen!“
—„Was wollt Ihr ſagen, Rita?“
—„In drei Tagen, Heinrich!—“
—„Drei Tage, ohne Dich zu ſehen?—“
—„Es muß ſein, aber dann wieſt Du nicht mehr an mir zweifeln; und ich werde Dich um weiter
nichts bitten, als um ein einziges Wort, um einen
einzigen Eid, um den, dieſen Thurm zu verlaſſen und auf immer dem Dir auferlegt geweſenen Be⸗ rufe zu entſagen.“
—„In drei Tagen!“ ſprach Heinrich mit tief⸗ ſinniger Miene—„in drei Tagen! nun ich will es — aber Abends— um Mitternacht.—“
—„Um Mitternacht? warum?“
—„Um Mitternacht, Rita, ich bitte Dich drin⸗ gend darum.„ und dann kommt es mir vor,
als liege in dem Abends beim Sternenglanze, mit⸗
ten in dem maͤchtig ergreifenden Schweigen der Nacht und dem Gemurmel des Oceans geleiſteten Schwure ſo etwas Geheiligtes!— O Rita! man
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