Teil eines Werkes 
62.-66. Theil, Der Wart-Thurm von Koat-Vën : Roman aus dem Seeleben 1780-1830 : 1.-4. Bändchen (1841) La vigie de Koatven
Entstehung
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ſenden; dann, die ſchwarzen Augenbrauen zuſam⸗ menziehend, ließ ſie den Schleier fallen, gab ihrem Zelter einen Peitſchenſchlag und ritt im Galopp mit erſchreckender Schnelligkeit den jähen Abhang des Fal⸗Goöt hinunter.

Die Frau Herzogin bedenken nicht! rief der Stallmeiſter, ſeiner Gebieterin immer folgend und ſich ihr mehr naͤhernd,die Coronella hat gute Fuͤße allein dieſer Weg iſt abſcheulich!

Dies ward in einem reinen Kaſtilianiſch mit dem Tone ehrfurchtsvoller Vorſtellung geſprochen, welchen zuweilen ein alter und treuer Diener an⸗ nimmt.

,Schweigt, Perez, entgegnete die Herzogin

in derſelben Sprache, während ſie den Lauf ihrer

Stute noch möglichſt beſchleunigte.

Der alte Stallmeiſter ſchwieg, und aus der un⸗ ruhigen und peinlichen Sorgſamkeit, mit der er, faſt ohne ſich um ſein eigenes Pferd zu bekuͤmmern, jeder Bewegung der Coronella folgte, konnte man auf die Theilnahme ſchließen, die er fuͤr ſeine Ge⸗ bieterin hegte. Allein, wie der Greis geſagt: dieſe hatte gute Fuͤße; denn ſie war von einem arabiſchen Hengſt mit einer jener Stuten der Sierra erzeugt, deren Race jetzt ſo geſchätzt und koſtbar iſt. Daher that auch, trotz der unebenen Stellen, Sumpfloͤcher und Erdgruben, welche alle Wege von Nieder⸗ Bretagne furchen, die Coronella nicht einen Fehl⸗ tritt.