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Montpellier; 10 Minuten vor der Stadt traf ſie den Brigadier und ihre Escorte.
Laroſe wußte nichts von der Unternehmung, als daß er das tiefſte Schweigen uͤber das Abenteuer beobachten und bei dem erſten Angriffe der Kami⸗ ſarden mit verhaͤngtem Zuͤgel entflichen ſollte; dem braven Soldaten fiel es daher ſehr ſchwer, die Sache zu begreifen.
Die Nacht war ſchön und ruhig. Madame Baſtien, welche wegen der Folgen dieſer Reiſe ſehr beſorgt war, obgleich ſie aus Ehrfurcht vor den Befehlen des Herrn von Baville eingewilligt hatte, Toinon zu begleiten, beobächtete ein truͤbes Schwei⸗ gen, und Toinon war in ihre Gedanken zu ſehr vertieft, um es unterbrechen zu wollen.
Ungefaäͤhr ſeit einer halben Stunde hatten die Reiſenden Montpellier verlaſſen, als anfangs fer⸗ nes und undeutliches, allmälig aber immer naäher kommendes Geſchrei ſich hören ließ; und bald un⸗ terſchied man die Worte:
„Halt, halt, im Namen des Herrn Marſchall!“
Ungeachtet der Autorität dieſes Namens befahl Laroſe, welcher einen Ueberfall furchtete, dem Po⸗ ſtillon, ſeinen Weg mit zweien der Dragoner zu verfolgen; von den beiden andern Dragonern ge⸗ folgt, und mit aufgehobenem Säbel, ritt der Bri⸗ gadier den Rufenden entgegen; und ſchon unter⸗ ſchied man deutlich den Galopp von zwei Pferden und die Stimmen von zwei Menſchen.


