Teil eines Werkes 
46.-49. Theil, Die Fanatiker oder Der Religionskrieg in den Cevennen : historischer Roman : 5.-8. Bändchen (1840) Jean Cavalier, ou Les Fanatiques des Cevennes
Entstehung
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Taboureau betrachtete einige Augenblicke ſchwei⸗ gend dies herzzerreißende Bild. Toinon ſtand allein in der Welt, ohne Freunde, ohne Stutze, verachtet von Allen, ſelbſt von denen, welche ſie zu ihren Zwecken benutzten, vielleicht auch ſogar von dem, um deſſentwillen ſie ſich bis zum Hel⸗ denmuthe erhob. Sie ging, nach einem Jahre uͤberſtandener Gefahren und Leiden, neuen Gefah⸗ ren und neuen Leiden abermals zu trotzen.

Der gute Cicisbeo fuͤhlte ſich tief ergriffen, aber es kam ihm nicht einen Augenblick in den Sinn, Toinon auf dieſer neuen Excurſion zu fol⸗ gen, eben ſowohl weil er noch durch die Wir⸗ kung von dem Spotte Gaſton's litt, als weil er geglaubt hatte, eine ſehr gefaͤhrliche Rolle zu ſpie⸗ len, wenn er ſich den Abſichten der Pſyche an⸗ ſchloͤſſe..

Taboureau bereute die Rohheit ſeiner letzten Worte um ſo mehr, da er ſie durch nichts ver⸗ geſſen machen oder entſchuldigen konnte.

Er naͤherte ſich Toinon mit verlegenem Weſen, und ſagte mit bebender Stimme:Wahrlich, Pſyche, wir koͤnnen nicht ſo von einander ſcheiden.

Bei ſeinen ſanften Worten erhob Toinon raſch den Kopf, faltete die Haͤnde und rief:So ver⸗ zeihen Sie mir alſo, mein Freund?

Ihnen verzeihen? Und was denn, mein Gott! Armes Kind! ſagte Taboureau, indem er ſie ſchmerzlich anſah.