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Staatsgeheimniß von der größten Wichtigkeit an⸗ vertraue, eine Maßregel, uͤber die ich vor meiner Abreiſe oft und lange mit dem Könige geſprochen habe, iſt es unerlaͤßlich, daß Sie einſehen, ich wende mich nicht an die thoͤrichte und leichtſinnige Pſyche von ehedem. In dieſem Falle könnte mein Vorſchlag Sie verletzen. Ich wende mich im Gegentheile an ein muthiges Weib, welches in den Augen Aller durch ſeine edle Anhaͤnglichkeit geläutert iſt; an ein Weib, deſſen Namen die ehrwuͤrdige Mutter des Herrn von Florac mit Ruͤhrung und Dankbarkeit ausgeſprochen hat.“
Eine große Thräne rann uͤber die Wange Toi⸗ nons; der Marſchall fuhr fort:
„Jetzt will ich Ihnen offen und ohne Um⸗ ſchweif ſagen, wie Sie eine Provinz retten, und die ewige Dankbarkeit des Königs gewinnen kön⸗ nen, indem Sie Herrn von Florac die Frei⸗ heit geben.“
„Ich, ich,“ ſagte Toinon;„Sie ſpotten, gna⸗ diger Herr!“
„Nichts iſt ernſthafter; Sie werden das gleich einſehen: Cavalier iſt jung und ehrgeizig; ich bin uͤberzeugt, daß er gewiſſen Anerbietungen nicht wi⸗ derſtehen wurde, wenn ſie ihm geſchickt durch eine ſichere, gewandte, treue Perſon gemacht wurden, die ihm Alles ſagen könnte, ohne daß er daraus Argwohn ſchoͤpfte — durch eine Perſon, die ſelbſt an dem Gelingen der Unterhandlungen das höchſte Intereſſe hätte.


