Miniſter Colbert, welcher im Namen des Koönigs in ihn drang, fuͤr den Tod zu ſtimmen oder ſein Urtheil wenigſtens vorher auszuſprechen.
Nicht weil er zu Fouqués Freunden gehörte, ſondern weil er ihn fuͤr unſchuldig hielt, wagte es Wilhelm von Lamoignon dem Zorne des Koͤnigs zu trotzen, indem er ſich weigerte, den Vorſitz zu fuͤhren, als Ludwig XlV. darauf beſtand, zu Be⸗ richterſtattern des Prozeſſes zwei Räthe ernannt zu ſehen, die der Oberintendant mit Recht verwor⸗ fen hatte.
Vergebens ſtellten die Freunde des erſten Prä⸗ ſidenten demſelben vor, welchem gewaltigen Haſſe er ſich ausſetze, vergebens forderten ſie ihn auf, den Vorſitz zu fuͤhren; unerſchutterlich in ſeinem mu⸗ thigen Entſchluſſe, antwortete Wilhelm von La⸗ moignon ſtets:„Ich habe meine Hände rein erhalten, und will ſie nicht beſudeln.“
Es war ein ruͤhrendes und ſchönes Schauſpiel, die beiden Generationen fromm verſammelt zu ſe⸗ hen, um die edle Schilderung von dem Leben ihres Vaters und Großvaters anzuhoren.
Herr von Baville ſaß zwiſchen ſeiner Frau und ſeinem Sohne. Dieſer junge Mann, von ſanften, melancholiſchen Zugen, ſchien durch einen geheimen Kummer bedruͤckt zu werden. Waͤhrend er mit der größten Aufmerkſamkeit zuhoͤrte, fuͤllten ſich ſeine Augen mehrmals mit Thränen.
Herr von Baville war 56 Jahr alt, von mitt⸗


