Teil eines Werkes 
46.-49. Theil, Die Fanatiker oder Der Religionskrieg in den Cevennen : historischer Roman : 5.-8. Bändchen (1840) Jean Cavalier, ou Les Fanatiques des Cevennes
Entstehung
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„Freitag Morgen,“ erwiderte Meiſter Janet,„der welcher ſeinen Tod dem Koͤnige, der Gerechtigkeit und dem Henker nicht verzeihen wollte, ehe er gehangen wurde.“*)

„Ja, ja, ich habe von der Hartnäckigkeit des Ungluͤcklichen ſprechen horen; er wollte auf die ge⸗ wöhnliche und außergewoͤhnliche Tortur nichts ant⸗ worten. Er war wuͤthend hartnaͤckig.“

„Hört, unter uns, Gevattern, wißt Ihr was? Ich glaube, man ſollte verſuchen, etwas Milde an⸗

* Das war vor der Hinrichtung der Gebrauch.

Der Henker erfüllte dieſe Formalität, indem er die 3 Fragen that, wie das die folgende Stelle des erwähn⸗ ten Manuſcriptes beweiſt: Von 6 Perſonen, welche an dieſem Tage die Strafe für ihre Verbrechen empfingen, ahmten 3 dies Beiſpiel des guten Diebes nach, eine Frau, die gehangen, ein Mann„der gehangen, und ei⸗ ner, der gerädert wurde. Es iſt nicht unpaſſend, Euch mitzutheilen, daß der Henker, als er den unglücklichen hängen wollte, ihn, wie es der Gebrauch iſt, fragte, ob er ſeinen Tod dem Könige, der Gerechtigkeit und ihm verziehe. Der Unglückliche antwortete ihm barſch: Nein. Der Henker ſagte darauf, indem er ihm den Strick umlegte und den Stoß verſetzte: Nun, ſo geh zum Teufel.— und nie iſt ein Gehangener ſchneller abgethan worden.(Briefe, Nimes den 20 Juli 1703.)

Neulich wurden 2 der Unglücklichen ganz lebendig verbrannt, 3 gehangen und eben ſo viele gerädert: das Alles bringt ſie nicht zu ſich zurück. Es ſcheint, als würden ſie dadurch nur um ſo mehr gereizt.(Nimes, den 26. Auguſt 1703.)

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