ſegnen. Meine Bruder, noch iſt es Zeit, ſchwört ab und kehrt zuruͤck zur Verehrung des wahren Gottes.“
Bei dieſen Worten erreichte die Wuth der Ka⸗ miſarden den hochſten Gipfelz die ganze Gewalt Eph⸗ raims war noͤthig, um ſie abzuhalten„den Erzprie⸗ ſter auf der Stelle niederzumetzen.
„Meine Bruder,“ ſchrie der Waldhuͤter,„Streich fuͤr Streich, Blut fuͤr Blut. Jeder von Euch, wel⸗ cher einen Verwandten beweint, der durch die Phi⸗ liſter getödtet worden iſt, treffe dieſen Sohn Belials. Jede Wunde habe ihren Namen.“
Dieſer Vorſchlag wurde mit wilder Trunkenheit aufgenommen. Die Religionaren, welche den Tod eines der Ihrigen zu rächen hatten, traten vorz es entſtand ein langſamer, trauriger Marſch.
Ephraim reichte Esprit⸗Seguier, welcher an der Spitze dieſer finſtern Prozeſſion ſtand, einen Dolch.
Der Proteſtant traf zuerſt den Erzprieſter mit feſter Hand, indem er dazu ſagte:„Das iſt fur meinen Bruder, den Du in der Verſammlung von Alte⸗Fage an dem Thore von Alais niedermetzeln ließeſt. Sei verflucht!“
Und mit dieſen Worten uͤbergab er den Dolch an einen zweiten Proteſtanten, Namens Laporte.
Der Streich war nicht tödtlich. Der Etzprie⸗ ſter ſtieß keinen Schrei aus, erhob die Augen zum Himmel und ſprach mit feſter Stimme und mit dem Tone inniger Ergebung den folgenden Vers des Bußpſalms:
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