XXI. Der Märtyrer.
Während des Angriffes auf die Abtei war der Erzprieſter in ſeiner Celle geblieben, in der er knieend betete.
Eine Lampe warf ihren flackernden Schein auf ſeine Marmorſtirn und ſeine farbloſen Schläfe, wäͤhrend ſeine tiefen Augenhoͤhlen und der uͤbrige Theil ſeines abgemagerten Geſichtes im Schat⸗ ten lagen.
Bei dem erſten Laͤrm des Kampfes war er in ſeine gewoͤhnliche furchtbare Angſt verfallen; er bebte vor Entſetzen, indem er an die unerbittliche Strenge dachte, die er ſtets gezeigt hatte. Von zu unbeugſamem Muthe, um die ſterbliche Rache der Religionaren zu fuͤrchten, war es nicht das Maͤr⸗ tyrerthum, welches er ſcheute, ſondern die Stunde zu dem Richterſpruche Gottes.
Zuweilen riß die kriegeriſche Gluth ſeines Cha⸗


