Teil eines Werkes 
42.-45. Theil, Die Fanatiker oder Der Religionskrieg in den Cevennen : historischer Roman : 1.-4. Bändchen (1840) Jean Cavalier, ou Les Fanatiques des Cevennes
Entstehung
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„Was meint Ihr Capitain?“ ſagte der Erz⸗ prieſter mit ſeiner gewöhnlichen Ruhe zu Poul. „Welche Anordnungen haltet Ihr fuͤr zweckmäͤßig, um unſere Gefangenen fuͤr den Fall zu ſichern, daß die Rebellen die Abtei angreifen ſollten?“

„Ich will noch ein Mal Alles in Augenſchein nehmen und auf das Beſte ſorgen, Herr Abt. Was Dich betrifft, mein Burſche, ſo ſag' von alle dem meinen Mikelets kein Wort; Du möͤchteſt ſie mit deiner paniſchen Furcht anſtecken.“

„Wenn die Dragoner von St. Sernin den Ruͤcken wendeten, ſo geſchah es, weil auch tapferere Soldaten, wie die Mikelets, gewichen ſein wuͤrden; da iſt von paniſchem Schrecken nicht die Rede,“ erwiderte Laroſe muͤrriſch.

„Ich zweifle nicht an Deinem Muthe, noch an dem Deines Capitains,“ ſagte Poul;„aber es iſt eine gewiſſe Gewohnheit noͤthig, um mit kaltem Blute den Angriff dieſer Wuͤthenden aufzuhalten.

Ich habe geſehen, wie halbwilde Bulgarenhorden,

nur mit Keule und Schleuder bewaffnet, die älte⸗ ſten und beſten kaiſerlichen Truppen in Unordnung brachten; aber das war nicht von Dauer, die Tak⸗ tik und Disciplin trugen bald den Sieg uͤber dieſe rohen Horden davon.“

„Ich zahle auf Euch, Capitain, um die Ver⸗ theidigung der Abtei und die Obhut unſerer Ge⸗ fangenen zu ſichern,“ ſagte der Erzprieſter zu Moul. „Ihr, Laroſe, ſücht den Laienbruder auf, der mich

Krieg in den Cevennen.