waren mit Blut gefärbt: Er hatte den Wolf ge⸗ oͤffnet. Ungeachtet des gewohnlichen Widerwillens der Hunde gegen das Fleiſch dieſes Thieres, waren die ſeinigen ſo wild und ſo gefräßig, daß ſie mit Gier daruber herfielen.
Merkwuͤrdig! Sein Pferd Lepidoth*), das er in wilder Laune daran gewoͤhnt hatte, rohes Fleiſch zu freſſen, leckte, die Nuͤſtern weit aufgeriſſen, mit Gier das Blut vom Graſe auf, und ſtieß dabei un⸗ baͤndiges Gewieher aus.
Als der Waldhuͤter mit dem Auftreißen fertig war, rief er Raab und Balak; ſie verließen auf ſeine Stimme den Koͤrper des halb verſchlungenen Wolfes.
Gefolgt von den beiden Hunden, deren weißes Fell unter dem Blute, mit dem ſie bedeckt waren, beinahe ganz verſchwand, und auf den Widerriſt Le⸗ pidoth's geſtuͤtzt, ſtieg Ephraim nachdenkend den Hu⸗ gel herab, und kehrte zuruͤck zu ſeiner einſamen Huͤtte.
In dem Augenblicke, als Cöleſte und Gabriel die Ebene verlaſſen wollten, wurden ſie von einem neuen Schrecken heimgeſucht. Der hoͤchſte Thurm des Schloſſes Mas⸗Arribas, der am Horizonte em⸗ porragte, weiß wie ein Geſpenſt, verbreitete ploͤtzlich durch eines ſeiner Fenſter zuckende, dunkelrothe Licht⸗ ſtrahlen.
*) Lepidoth bedeutet auf Hebräiſch; Blitz.


