Teil eines Werkes 
15. Theil, Der Salamander : ein Roman aus dem Seeleben : 5. Bändchen (1838) La Salamandre
Entstehung
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Du die Ueberzeugung gehabt hätteſt, ſterben zu muͤſſen, wuͤrdeſt Du dann zufrieden geweſen ſein, wenn Dein Camerad Dir die Bitte verweigert haͤtte, Dir eine Kugel durch den Kopf zu jagen, um Deine Leiden abzukuͤrzen?4

**O nein, Herr Paul, das, das iſt eine heilige Pflicht, welche ein Matroſe dem andern ſchuldig iſt. Wenn man einem Freunde Leiden erſparen kann, muß man es thun. Wer es nicht thaͤte, waͤre ein Elender, ein Feigling— 4

»Nun wohl, Gratian, ich bin auch Dein Freund; und Du wollteſt dem Sohne Deines Lieutenants, dem Kinde, das Du wiegteſt, verwei⸗ gern, was Du Deinem Cameraden gewähren wuͤr⸗ deſt: Du verweigerſt mir das, und weißt doch, daß mein Vater erſchoſſen werden ſoll?— Du ſiehſt doch wohl ein, daß ich den Tod meines Vaters nicht uͤberleben koͤnnte, daß ich zu ſehr leiden wuͤrde?— Und Du verweigerſt es mir! Du willſt mich lieber vor Kummer ſterben ſehen, als an einer Kugel, wie jeder brave Soldat en⸗ den ſollte?— Du verweigerſt meine Bitte, ſage, guter, alter Gratian 24

vNun, hoͤren Sie,— nein, Herr Paulz— wenn Sie denn durchaus wollen. Und dann be⸗ greife ich auch— wenn Ihr Vater auf dieſe Weiſe geſtorben iſt,— ſo wuͤrde das ein Schmerz ſein, der nie enden koͤnnte.— Ja, wohl ein bit⸗ terer Schmetz, ein Schmerz fuͤr das ganze Leben, Herr Paul. 44