Teil eines Werkes 
15. Theil, Der Salamander : ein Roman aus dem Seeleben : 5. Bändchen (1838) La Salamandre
Entstehung
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zige Fenſter, welches auf eine ungeſunde, enge Straße hinausging, drang der Tag durch verblin⸗ dete gruͤne Scheiben, unter denen man viele Bou⸗ teillenboden erblickte, nur ſpaͤrlich herein.

Es war Nachmittags um vier Uhr.

Der Himmel, duͤſter und von einem November⸗ nebel umzogen, wurde immer duͤſterer und duͤſte⸗ rer, und bald nahm die Dunkelheit ganz Ueber⸗ hand.

Paul ſaß, ohne es zu bemerken, auf dem Rande des Bettes. Der arme Junge ſchien, das Haupt herab geſunken, die Haͤnde auf den Knieen liegend, die Fuͤße ſchlaff herabhaͤngend, ſich in ei⸗ nem Zuſtande ganzlicher Fuͤhlloſigkeit zu befinden. Seine Augen waren trocken und brennend.

Es ſchlug vier Uhr. Der Ton der Glocke rief ihn aus ſeinen Traͤumereien auf.

WVier Uhr læ ſagte er, nachdem er jeden Schlag gezaͤhlt hatte.„Was macht wohl jetzt mein Va⸗ ter?— Noch neunzehn Stunden habe ich zu zäh⸗ len. Das iſt ſehr lange! Ich liebe dieſe Uhr; denn ſie verkuͤndet mir den Todesaugenblick mei⸗ nes Vaters. Sie wird mir ſagen: Paul, biſt Du bereit? Er wartet Deiner. Sie wird mich nicht betruͤgen. Morgen wird fuͤr ihn wie fuͤr mich der letzte Schlag der elften Stunde das Zei⸗

chen zu einer großen Freude ſein, das Zeichen zu

einer ewigen Vereinigung. Aber was ſoll ich bis 3

dahin beginnen? Ich habe ſo viel Langeweile!