Teil eines Werkes 
15. Theil, Der Salamander : ein Roman aus dem Seeleben : 5. Bändchen (1838) La Salamandre
Entstehung
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ſchwoͤre ich Dich, die Wahrheit zu ſprechen, mir die innerſte Meinung Deines Herzens zu ſagen; Vater, wuͤrdeſt Du mich uͤberleben?

Peter antwortete nicht; er verbarg den Kopf

in ſeine Häͤnde, und ſtoöhnte wie in Todesangſt.

„Ich war davon uͤberzeugt,« ſagte Paul. Koͤnnte ich auch einen Gedanken haben, der nicht der Deinige wäre? Und uͤberdies vermoͤchte ich auch nicht zu leben: Du ſiehſt, wie leidend ich bin; ich wurde den Verſtand verlieren;— beſſer iſt es doch, mit Dir zu ſterben.— Vater, heute ſpricht man Dein Urtheil;— alſo auf morgen! Und dort, Vater, wie im Kampfe, werden Vater und Sohn bei einander ſtehen und von demſelben Streiche fallen. Ich frage Dich, kann ich etwas Anderes wuͤnſchen? Kann mein Ehrgeiz Anderes verlangen? Iſt es nicht die natuͤrliche Folge mei⸗ nes gegenwaͤrtigen Lebens?— Aber antworte mir doch, Vater! Mein Gott! Wie traurig und ernſt⸗ haft Du ausſiehſt! Weshalb das?— Aber ſieh doch wenigſtens Deinen Sohn an,« ſagte Paul, ſeinem Vater die Haͤnde von den Augen zie⸗ hend.

Peter empfand eine Aufregung, die ſich nicht be⸗ ſchreiben laͤßt; er verſtand das Verlangen ſeines Sohnes! Er fuhlte, das fuͤr daß ungluͤckliche Kind das Leben nicht mehr moͤglich ſei. Er urtheilte ſo nach ſich ſelbſt, und wußte, daß er, gleich Paul, nicht einen Augenblick gezögert haben wuͤrde.

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