Teil eines Werkes 
15. Theil, Der Salamander : ein Roman aus dem Seeleben : 5. Bändchen (1838) La Salamandre
Entstehung
Einzelbild herunterladen

9

ſtand, und mit den reichſten Teppichen Indiens und Perſiens bekleidet war⸗ Goldene und ſeidene Schleier, Caſchemirs mit lebhaften Farben, in Gold oder Scharlach geſtickte Gaze, vereinigten ſich zu wohlriechenden Drapperieen, dieſe Art von Bett zu umgeben, welches aus vier Polſtern von dem weißeſten und weichſten Kattun beſtand.

Auf jeder Seite dieſes Bettes erfriſchten zwei ungeheure Faͤcher von Pfauenfedern die Luft.

Auf dieſen Polſtern lag, eine große Krone von Reiherfedern, mit Diamanten beſetzt⸗ auf dem Kopfe, die Schultern mit goldenen Platten beklei⸗ det, die Bruſt, die Arme, den Hals mit ſymboli⸗ ſchen Zeichen behaͤngt, lag alſo, ſage ich, mit nach⸗ denkendem Geſicht, der Ex⸗Kaufmann, der Ex⸗ Fregattenkapitain, der Er⸗Marquis von Longe⸗ tour, fur jetzt Guͤnſtling des großen Scheikhs der gruͤnen Thaͤler.

Der wurdige Marquis hatte bedeutend an Koͤrperfuͤlle zugenommen; ſein volles rothes Ge⸗ ſicht verkundete die robuſteſte Geſundheit, und ſein langer, grauer Bart gab ihm ein ungalantes Druidenanſehn.

Indeſſen ſchnitt der Gatte Eliſabeths ein ge⸗ waltig zorniges Geſicht, als er ſah, wie Barca⸗ Gana ehrfurchtsvoll den Vorhang empor hob, um das heilige Ei hineinzuſchieben.

Ei, 4 ſagte der Marquis, vwieder eins auszu⸗ bruͤten! Dieſe Thiere halten mich wahrhaftig fuͤr