mit ſeinem langen Halſe auf ſeine Beute lausrnd, am Ufer des See's, unbeweglich, wie ſeine Bild⸗ ſaͤule in dem Cultus der Hindu.
In dem Becken belegen, welches die unzugaͤng⸗ lichen Berge von Burnu bilden, weit entfernt vovn Tripolis und der afrikaniſchen Kuͤſte, erſcheint der See hier rein und unbemerkt, wie ein Thautropfen
im Kelch einer Blume.
Er iſt umringt von Acazien, Cocusbaͤumen, Palmen und Bananen, deren Laubwerk von viel⸗ fach verſchiedenem Gruͤn in dem durchſichtigen Waſſer des See's ſich ſpiegelt, und ein ſo dichtes Laubdach bildet, daß kaum ein einziger Strahl der Sonne hindurch zu dringen vermag.
Die Wieſen, welche ſich an jene Haine an⸗ ſchließen, ſind von ſo friſchem, ſaftigem Gruͤn, daß
ſie einen Aufenthalt des Entzuͤckens fuͤr die Peli⸗
kane, Kraniche, Kriechenten und andere Voͤgel bil⸗ den, welche auf ihnen ſpielen, wenn ſie aus dem Waſſer kommen.
Aber, mein Gott! welcher Schrei, welche Furcht! Da fliegt die Truppe der Waſſerbewoh⸗ ner zuruͤck auf den See, und rettet ſich auf eine kleine Inſel in der Mitte deſſelben, die mit Tu⸗ beroſen, Lebensbaͤumen und Perlgras bedeckt iſt.
Arme Vögel! weshalb flieht ihr? Es iſt doch
keine ſo ſchreckliche Erſcheinung, die junge India⸗ nerin Leila, huͤbſch, uͤppig gebaut, dunkeln Haa⸗ res, welche nachdenkend einher ſchreitet, bekleidet
„
J
N


