Teil eines Werkes 
14. Theil, Der Salamander : ein Roman aus dem Seeleben : 4. Bändchen (1838) La Salamandre
Entstehung
Einzelbild herunterladen

iſt guͤnſtig. Wer ſollte, wenn er dich ſo ruhig, ſo gelaſſen ſieht, glauben, daß du in deinem Innern heftige Leidenſchaften, gebrochene Herzen,

Todesgedanken, Angſtgeſchrei und Thraͤnen ver⸗ birgſt?

Das Alles macht weder deinen Raum finſte⸗ rer, noch dein Segelwerk ſchlechter, dein Anſehn trauriger!

Man ermorde ſich in deinem Innern, man weine blutige Thraͤnen; deine Huͤlle, kalt und rein, verraͤth davon nichts..

Dieſe Welt im Kleinen, welche noch vor we⸗ nig Tagen ſich an deinem Bord drangte, bewegte, ſich liebend ſuchte; die Neigungen, die Freund⸗ ſchaft, die Liebe, die auf dem Salamander herrſch⸗ ten, waren vielleicht dazu beſtimmt, im nachſten Augenbli munter die Fuße getreten, vernichtet, zer⸗

malmt zu werden.

Aber was ſag ich, guter Salamander? Viel— leicht ſoll im Gegentheile eine helle, heitere Sonne, nach jener verhaͤngnißvollen Nacht uͤber deinen Be⸗ wohnern aufgehen; eine Sonne, deren blendende Strahlen ſich auf den ruhigen Wogen tauſend⸗ faltig brechen; eine wohlthätige Sonne, welche mit ihrem Lichte erwaͤrmt und belebt.

Denn wie Paul zu Szuaffie ſagte, iſt nicht

immer Winter und Nebel. Es iſt auch ein Fruͤhling und eine Sonne, oder, beſſer

es giebt auch eine Vergeltung.

—