Teil eines Werkes 
14. Theil, Der Salamander : ein Roman aus dem Seeleben : 4. Bändchen (1838) La Salamandre
Entstehung
Einzelbild herunterladen

11

vUnd weil wir ſterben muͤſſen, Alice, bin ich zu Dir gekommen, um mit Dir zu ſterben. Und ich wuͤrde mein Leben fuͤr dieſen Tod geben, ſollte es auch von neuem beginnen, lang und gluͤcklich.«

In dieſem Augenblicke ertoͤnte auf dem Deck ein lauter Schrei des Entſetzens, und die Stuͤck⸗ pforten ſenkten ſich bis auf den Spiegel des Waſſers.

Hoͤrſt Du, Alice?« ſagte er, ſie leidenſchaft⸗ lich an ſich preſſend.

vJa, ich hoͤre. Oh, Szaffie! So werde ich denn endlich ſterben, und mit Ihnen l«4

Ja, mit mir.«

Und ſein Mund heftete ſich auf den Mund Alices.

Bei dieſer gluͤhenden, electriſchen Beruͤhrung, bei dieſem brennenden Kuſſe, wirbelte Alice der Kopf. Das Feuer haftete auf ihren Lippen, ihr ganzes Weſen draͤngte ſich in dieſer Liebkoſung zuſammen, und, außer ſich, ſank ſie in die Arme

Szaffie's.

»Oh! geſegnet ſei der Tod, der ſich naht,« fluͤſterte ſie,wenn er mir ſo viel Zeit und Kraft laͤßt, Dir zu geſtehn, daß ich Dich liebe, Szaffie,

daß ich Dich liebe, Dich, der nicht mehr lieben

kann! Aber am Rande des Grabes darf man dieſes Geſtaͤndniß ablegen, ohne ſich dadurch zu beſchimpfen. Nicht wahr?4

1

vvOh, Alice! die Liebe, das Gluͤck wird s

)n

6