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Der Empfang in dem Wirthshauſe zum hei⸗ ligen Marcellus war immer freundlich; etwas in⸗ tereſſirt zwar, aber was thut das? Der alte Ma⸗ rius, der Wirth, voll Induſtrie und in den ab⸗ ſtracten Wiſſenſchaften bewandert, hatte eine Pro⸗ portionsleiter entworfen, welche ihm mit mathe⸗ matiſcher Gewißheit darthat, daß das Geld fuͤr die Matroſen nur den fuͤnften Theil des Werthes habe, wie fuͤr andere Leute, weil ſie es naͤmlich mit ſolcher ungeheuern Leichtigkeit ausgaben; des⸗ halb ließ er ſie auch mit mathematiſcher Genauig⸗ keit Alles, was ſie bei ihm verzehrten, fuͤnffach bezahlen.
Soviel von dem Moraliſchen des Wirthshau⸗ ſes zum heiligen Marcellus.
Was das Phyſiſche betraf, ſo war das Haus
weiß, mit einer huͤbſchen Terraſſe umgeben, die
von einem leichten Zaune eingeſchloſſen war, an den ſich ſchoͤne mittägliche Rebengewinde hinzogen;
die Vorhaͤnge waren roth, von einer haͤßlichen
Farbe, faſt wie blutroth. Ein beſcheidenes Zeichen, den heiligen Mar⸗
ecellus darſtellend, ſchwebte uͤber der Hauptthuͤr, un⸗
ter einer Art von Schirmdach, welches durch den Vorſprung eines Balcons gebildet wurde. Vor dem Hauſe ſtanden Gruppen von Pla⸗ tanen und Linden und beſchatteten die Steintiſche, welche darunter ſtanden. An dieſem Tage war es ſchon ziemlich ſpat;


