verachtet werden! Ich muͤßte mich alſo zu ſeinen Fuͤßen ſchleppen, und ſchreien: Gnade! Gnade!
„Und wenn ich ihn liebte, wenn ich ihn mit aller Kraft meiner Seele liebte; wenn ich, getrie⸗ ben durch einen unerklaͤrlichen Einfluß, durch dieſe leidende, betruͤbte Seele angezogen wuͤrde; wenn ich hoffte, ſeine ſchmerzenden Wunden zu heilen; wenn in meinem Herzen eben ſo viel Mitleid als Liebe waͤre?
„Er kann mich nicht lieben! Und wenn— doch der Gedanke macht mich erroͤthen, als wenn ein fremder Mund ihn ausſpraͤche— und wenn durch einen verhängnißvollen Widerſpruch, durch eine ſchreckliche Laune meines Geſchickes, ich— ich ihn dennoch vielleicht liebte, gerade weil er mich nicht lieben kann!
»„Doch, nein. Nein, o mein Gott, ich bin wahnſinnig! O mein Gott! verzeih mir! Die Seele, die nach deinem Bilde geſchaffen wurde, kann nicht ſo niedrig, ſo verächtlich ſein. Nein,
es iſt eine Verirrung meiner Einbildungskraft; ich bin krank; ich habe das Fieber; ich bin wahn⸗ ſinnig, wahnſinnig bis zur Raſerei.
vund Paul koͤnnte mich lieben! Paul, den er mir zu lieben befiehlt; es iſt eine offne, edle Seele. Ich werde ihn lieben; ja, ja, ich liebe ihn ſchon. Paul! Paul! wo ſind Sie? Ich liebe nur Sie, Paul?4.
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