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nen Gedanken, zu dem ſie ſtets unwillkuͤhrlich wie⸗ der zuruͤckkehrte.
Nun ja, ſagte ſie nach einer Pauſe, wäͤhrend
welcher ſie ein Gefuͤhl der Schaam uͤber ſich ſelbſt bekaͤmpft zu haben ſchien, nun ja; weshalb ſollte
ich auch vor dieſem Gedanken zuruͤckbeben? Ein Weſen giebt es, welches ich haſſe. Sein Anblick
verletzt mich; ſeine Stimme thut mir weh; ich haſſe ihn, ja, ich haſſe ihn!— Ach! wie gern
wollte ich Paul ſo ſehr lieben, wie ich ihn haſſe!
Ihre Augen gluͤhten, ſie athmete kaum.
Ach! fuhr ſie fort. Der Haß verwandelt das Herz ſchneller, als die Liebe! Der Haß, den ich gegen ihn empfinde, hat mich verwandelt! Denke ich— an ihn, ſo ſcheint der Himmel mir truͤbe und finſter, das Meer ſchwarz. Wenn ich furcht⸗
ſam und ſchuͤchtern an ihn denke, ſo iſt es nur,
um ihn zu verwuͤnſchen. Und, was hat er mir gethan? Ich weiß es nicht. Aber ſeine Blicke
ermuͤden mich; ſeine kalte Hoͤflichkeit verwundet mich.— Er iſt ſo ſtolz, und Paul iſt ſo gut. — Und dann ſein ewiger Spott gegen die Maͤn⸗
ner und die Frauen; ſein bitterer Scherz uͤber das
Gluͤck und die Liebe! Aber, was thut mir das
Alles?— Und ſeine Blicke haben einen ſo ſtren⸗
gen Ausdruck;— denn ich betrachte ihn, gegen meinen Willen:— ihn und mich verwuͤnſchend. — Und ſein bleiches, trauriges Geſicht verfolgt mich uͤberall— ſeit ich ihn geſehen habe, ſeit ich ihn haſſe.


