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Hirnſchaͤdels beſtimmte Organiſation. Die Liebe? Ein Nervenreiz. Das Talent? Ein mehr oder minder ausgebildetes Hirn. Und das Alles iſt noch der unedlen Gewalt der Trunkenheit unter⸗ worfen, ſo daß der Hauch Gottes, die himmliſche Kraft, den Kampf nicht beſtehen kann gegen etwas rein Materielles: einen Becher mit Wein. »Die gluͤhendſte Liebe, die innigſte Freund⸗ ſchaft, erliegen und erloͤſchen vor dem Hauche des Fiebers.«
Dieſe abſcheuliche Theorie ſetzte den Juͤngling in Schrecken; denn Szaffie malte mit ſo finſtern Farben; er ſtellte ſo grauſam wahrſcheinliche Thatſachen auf; er hatte eine ſo bitter eindringende Beredſamkeit, daß der arme Paul wie vom Schwin⸗ del ergriffen wurde.
Einen Augenblick glich er jenem Verruckten, den, ich weiß nicht welcher Dichter ſchildert, und der, beſeſſen von dem Daͤmon des Wiſſens, nicht
mehr die zarte, roſige Haut des Weibes erblickte,
ihre klaren, glaͤnzenden Augen, ihr Seidenhaar, ſondern deſſen geſchaͤrfter Blick durch dieſe reizende Huͤlle hindurch drang, und die blutigen Adern, die Nerven, welche das Auge bewegten, die Mus⸗ keln, welche dem Koͤrper Kraft verliehen, ſah. Ent⸗ ſetzen! Ein lebender, ſich bewegender Leichnam war es dann, den er erblickte.
Aber er ſah wahr, er ſah auf den Grund der Dinge, wie man zu ſagen pflegt.
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