henden, trunkenen Leidenſchaft ihm zu Gebote; doch ſchmeichelte und liebkoſte er mit jenem eler⸗ triſchen Feuer, welches gleiche Gefuhle des Her⸗ zens verraͤth.
Wenn dann ein armes Weib, ſo durch ihn getaͤuſcht, verfuhrt, verlockt, Alles fuͤr ihn vergaß, und, von Reue gefoltert, unter ſchmerzlichen Thraͤ⸗ nen ſagte:»O, mein Gott! ich bin doch wenig⸗ ſtens geliebt lc dann enthullte Szaffie, noch warm von ihren Kuͤſſen, ihr mit dem kälteſten Spotte ſeine grauſame Seele. Er geſtand es ein, daß ſeine Leidenſchaft erheuchelt, und nur ein Mittel war; der Beſitz wieder nur ein Mittel zur grau⸗ ſamſten Peinigung eines vertrauenden, liebenden Weibes. Er fuͤhlte keine Liebe, ſelbſt kein Ver⸗ langen mehr, und nur das machte ihm Vergnuͤ⸗ gen, das Weib in ſeiner Gewalt zu wiſſen, wie man einen Menſchen, deſſen Geheimniß man kennt, zwanzig Mal an einem Tage dem Blutgeruͤſte gegenuͤberſtellt.
Und der Elende ergotzte ſich an den blutigen Thraͤnen, welche dann die Weiber weinten; er friſchte die moraliſche Wunde, die er geſchlagen, ſtets aufs Neue wieder auf, und ſah mit Ent⸗ zuͤcken, wie das Herz unter Schmerz, Reue und Liebe zuckte.
Wenn er dann dieſes abſcheulichen Schau⸗ ſpiels uberdruͤſſig war, fiel er wieder in ſein fin⸗ ſteres Sinnen zuruck, wie jene Koͤrper, denen der


