Teil eines Werkes 
11. Theil, Der Salamander : ein Roman aus dem Seeleben : 1. Bändchen (1838) La Salamandre
Entstehung
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Hrangenwaͤlder und ſeine lieblichen Landhaͤuſer ſich in den blauen Wogen des mittellaͤndiſchen Mee⸗ res ſpiegeln ſieht.

Oh! unſere Provengalinnen, welche ihr uͤppi⸗ ges Haar unter dem dichten Netze einer gruͤnen Reſilla bergen, welche ihre vollen, braunen Bu⸗ ſen in enge ſchwarze Mieder mit rothen Schnuͤren zwaͤngen, unſere Provengalinnen wiegen wohl die Italienerinnen des Arno auf.

Unſere provencaliſchen Maͤdchen haben auch am Abende ihre Taͤnze am Ufer des Meeres, ihre heftigen, lebhaften uͤppigen Taͤnze. Auch hier hoͤrt man des Abends, wenn der Mond mit ſil⸗ bernem Scheine die Myrthenwaͤlder beleuchtet, und der Wohlgeruͤche duftende Abendwind ſchweigt, das ſuͤße Gefluͤſter gluͤhender Kuͤſſe, das zaͤrtliche Gekoſe der Liebe, von einem Schweigen unterbro⸗ chen, welches zu Traͤumen verlockt, und den Koͤr⸗ per mit ſanftem Zittern durchbebt.

Doch ſchon verlaͤngert die unterſinkende Sonne, welche ſich auf St. Tropez herabzulaſſen ſcheint, die Schatten der Felſen von Quarz, Granit und Porphyr, welche den Golf von Grimaud umzie⸗ hen, in dem der kleine Hafen ſich befindet.

Blitzend funkelten in allen Farben die mit Glimmer reich durchwachſenen Felſen, und auch in dem Sande des Meeres glaͤnzte und flimmerte es, als waͤre es Silber- und Goldſtaub.

Ruhiger und ehrwurdiger Hafen von St. Tro⸗