Teil eines Werkes 
10. Theil, Atar-Gull : Roman : 3. Bändchen (1838)
Entstehung
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Luft noch mehr verdickt, als ſie es ohnehin

ſchon war.

Zu den Fuͤßen des Bettes ſtand Atar⸗Gull, ſeine Blicke ſtarr auf den Sterbenden geheftet.

Er wollte nicht einen ſeiner Blicke verlieren.

Ein unbeſchreiblicher Ausdruck von Traurig⸗ keit lag auf des Negers Stirne er ſah ſeine Beute entſchluͤpfen, ſein Opfer ſterben.

O! er haͤtte mit Freuden die Haͤlfte ſeiner uͤbrigen Tage dafuͤr gegeben, die des Pflanzers um eben ſo viel zu verlaͤngern aber Gott iſt gerecht!

In der andern Ecke des Zimmers ſaß der Arzt nachdenkend; zuweilen erhob er den Kopf, und be⸗ trachtete Atar⸗Gull mit Bewunderung.

Das alſo,« ſagte der Aeskulap, vſind die Weſen, denen wir in unſerm kalten, grauſamen Egoismus faſt den Namen Menſch verſagen, die wir auf ſo harte Weiſe zu Sklaven und Laſtthie⸗ ren herabwuͤrdigen, und dennoch, dieſer welche Ergebenheit! welche zarte Sorgfalt armer Menſch, wie druͤckt ſich die Trauer in allen ſei⸗ nen Zuͤgen aus, die Angſt in ſeinen Blicken. O! ſeine Blicke verlaſſen den Herrn keine Sekunde. D Menſchheit! Menſchheit! wie falſch ſind deine Urtheile, wie grauſam deine Vorurtheile6

Der redliche Arzt wuͤrde wahrſcheinlich in Ge⸗ danken dieſe negro⸗philoſophiſche Betrachtung noch lange fortgeſetzt haben, haätte nicht ein Schrei