Teil eines Werkes 
10. Theil, Atar-Gull : Roman : 3. Bändchen (1838)
Entstehung
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62 Sie htten mich rufen ſollen, Ihnen zu leuchten; Nun! wie geht es mit dem alten Stummen?— der faͤhrt ſchwer ab— wird er es noch lange machen?4 fragte ſie, und ſtellte ſich breit vor den Doctor, um ihn ſo zu noͤthigen, ihr zu antwor⸗ ten, oder ſie mit Gewalt bei Seite zu ſchieben.

„So ſo— ſo ſo, Frau Bougnol—4

»Doch gewiß nicht aus Mangel an Aufmerk⸗ ſamkeit,« ſagte ſie mit muͤrriſchem Ausdruck; vaber er iſt ſo eigenſinnig, und doch hat er ſeinen Ne⸗ ger, Herr Doctor; das iſt ein Menſch zum An⸗ beten;— wenn man ſieht, wie er uͤber ſeinen Herrn ſich ſelbſt vergißt.«

»Es iſt wahr, ein ſehr treuer Diener, der ihn nicht einen Augenblick verlaͤßt. 4

vUnd dabei iſt er ein guter Junge, der Ne⸗ ger; ſo Bedienter eines alten Knauſers zu bleiben, der ihm nichts giebt— denn der Bediente er⸗ naͤhrt im Gegentheil ſeinen Herrn; von ſeinem eigenen Verdienſt—6.

„Er iſt ein tugendhafter Diener, Frau Bou⸗“ gnol, und das iſt ein Beiſpiel, dem die Andern leider nicht immer folgen.«

vUnd obendrein muß es nicht wenig langweilig ſein— ein Stummer— nicht moͤglich mit ihm zu plaudern— und, im Ganzen genommen, koͤnnte er ſprechen, ſo waͤre es daſſelbe, denn iſt es nicht, als furchtete der Neger, man moͤchte ihm ſeinen Herrn auffreſſen: Niemand kann ſich ihm naͤhern.«