aus einer alten ergebenen Haushaͤlterin und einem tauben Gaͤrtner.
Sie hatte ihm etwas verſprochen, das er mit grenzenloſer Ungeduld erwartete.
Die Zimmer des Schloſſes waren geraͤumig und gothiſch, aber einſam, bequem und ſtill.
Er ſah die junge Frau halb liegend auf ei⸗ nem jener alten Armſeſſel, die ſo bequem und ſo gemaͤchlich ſind.
In ein feines Morgenkleid von weißem Mouſſe⸗ lin, gehuͤllt, unter welchem ein rundes zierliches Bein, ein allerliebſtes Fuͤßchen mit himmelblauem Pantoffel hervorgukte— den runden Arm um Arthurs Hals geſchlungen, heftete ſie den feuchten Blick auf ihn.
„Du wirſt mich alſo immer lieben— Arthur?6 ſprach ſie entzuͤckt, und kuͤßte ihn auf die Stirn.
„Ewig! mein Leben gehoͤrt dir—4 rief der feurige Jungling, und ſchlang ſeinen Arm um den goͤttlichen Leib ſeiner ſchoͤnen Schweſter, Mut⸗ ter oder Freundin, wie er ſie nannte.
Sie bog ſich zuruͤck— da entfiel ihr der Kamm, und das uͤppige Haar rollte uͤber den Hals, uͤber die Schultern und Arme, in tauſend glaͤnzenden braunen Locken herab—
Arthur kußte im trunkenen Entzuͤcken, theilte, flocht das ſchoͤne Haar, und bedeckte ſich damit das Geſicht.
Sie ließ ihn bebend und traͤumend gewaͤhren;


