Teil eines Werkes 
10. Theil, Atar-Gull : Roman : 3. Bändchen (1838)
Entstehung
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Sie kniete neben ihm, ihre ſchoͤnen Augenbrauen

von Beſorgniß zuſammengezogen, und ihm einen ſuͤßen, duftenden Trank reichend.

»O! mein Gott,« rief er aus, vo! Sie ſind es— wo bin ich aber?— habe ich denn ge⸗ träumt?— die prachtvolle Grotte— die Gott⸗ heit— 4

vArmer Juͤngling, erholen Sie ſich,« ſagte die ſchoͤne Frau, vein ſchrecklicher Sturm hat Ihr Schiff zertruͤmmert; Sie lagen halb todt am Ge⸗ ſtade nahe bei einer Grotte, wo Fiſcher Sie fan⸗ den, und Sie hierher zu mir nach Breſt brachten; Ihre Wunde war ſo gefaͤhrlich, daß ich mir es als eine Gunſt erbat, Sie ſelbſt pflegen zu duͤrfen.

vAch— ja; aber als ich Sie ſah, ſchoͤne Frau, hatte ich meine Wunde vergeſſen.«

Und er ſchlug mit einem beſcheidenen Aus⸗ drucke die Augen ſchuͤchtern nieder.

Sie laͤchelte und dachte: Er kömmt mir vor, wie ein junges Maͤdchen, ſo jung, ſo ſchoͤn, und doch zitterte die ganze Mannſchaft alter Matro⸗ ſen, die er ins Feuer fuhrte, bei dem Tone ſeiner Stimme— wie auch ich zittere— 6 dachte ſie erroͤthend.

»Ol ſagen Sie— werde ich Gluͤcklicher noch lange hier verweilen 24

»Bis Sie gaͤnzlich hergeſtellt ſind, mein Freund— 4

vAch!« rief er und blickte die reizende Geſtalt