Teil eines Werkes 
10. Theil, Atar-Gull : Roman : 3. Bändchen (1838)
Entstehung
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ohnmaͤchtig, als er in das Zimmer ſtuͤrzte, ſeine Frau und Theoderich in groͤßter Bewegung hinter ihm—

Sie ſahen ihr Kind am Boden— todt—

Wie ſie hereintraten, entſchlupfte die Schlange durch das Fenſter—

N. B. Ich will hier dieſe geſchichtlich wahre Begebenheit und Atar⸗Gull's Antheil daran er⸗ laͤutern.

Es waren ihm, wie allen Negern, die Ge⸗ wohnheiten der Thiere der Gegend bekannt; als er Theoderich vorſchlug, die todte Schlange in Jennys Zimmer zu tragen, ging ihm ein Strahl der Hoffnung auf. Er wußte, daß dieſe Thiere ſich immer zu Paaren halten, und wenn das Maͤnnchen in ſein Loch zuruͤckkͤmmt und ſein Weibchen nicht wiederfindet— es daſſelbe ſuchen und vielleicht ſeine Spur verfolgen werde. Daher nahm er, wie geſagt, ſorgfältig das Weibchen bei dem Schwanze, damit der blutige, zertretene Theil, den er auf dem Boden ſchleifte, die Spur des Männchens leite— So geſchah es— Die Schlange kam in ihr Loch zuruͤck, und da ſie das Weibchen nicht fand, verfolgte ſie die Spur, langte am Fuße des Fenſters im Erdgeſchoſſe an, wo der Neger mit teufliſcher Vorſicht noch einen Theil des Koͤrpers zertreten hatte, klimmte hinan, hob die Gardine auf, kroch in die Stube, er⸗ wuͤrgte Jenny und eilte wieder nach ihrer Hoͤhle.