Teil eines Werkes 
10. Theil, Atar-Gull : Roman : 3. Bändchen (1838)
Entstehung
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Raſch, Faullenzer,« rief der gutmuͤthige Wil, dem Neger freundlich das Ohr kneipend,dort geht der Dienſt langſam; man ſieht wohl, daß du nicht da biſt.«

Atar⸗Gull verſchwand, ſich verbeugend, und gehorchte mit bewundernswerther Eile.

Alle Pflanzer von Jamaika ſchienen in dem geräumigen und bequemen Hauſe von Jenny's Va⸗ ter verſammelt, kaum konnte die ſchoͤne Wohnung die Menge der Gaͤſte faſſen.

In der großen mit Cedernholz ausgelegten Gallerie, von tauſend wohlriechenden Kerzen er⸗ leuchtet, praͤſentirten praͤchtig gekleidete Neger Ana⸗ nas und Waſſermelonen, die in dem Eiskeller erfriſcht waren; lange, ſuͤße Bananen, Goiaven, Ingwer, Roſenaͤpfel und eine Menge in Zucker candirte, wie Diamanten glaͤnzende Fruͤchte; dann ließen zwei Mulattenhaushofmeiſter große Bowlen Punſch, von Rum und Tafia bereitet, und dazu kleine Scheiben Palmenkohl, mit Vanille und Zucker beſtreut, herumreichen. Wahrhaftig, der Saal des menſchenfreundlichen Wil war einem Paradieſe zu vergleichen.

Hier draͤngten ſich ſchalkhafte Creolinnen, mit ſchwarzen blitzenden Augen, munter, gelenkig, leicht, wie Granadas Toͤchter; an ihrem lebhaften La⸗ chen, an der pikanten Nachlaͤſſigkeit ihres Anzugs erkannte man die braunen Frauen von Jamaika.

Einige, in tauſendfarbigen Haͤngematten lie⸗