Teil eines Werkes 
9. Theil, Atar-Gull : Roman : 2. Bändchen (1838)
Entstehung
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Armen umfange und dann wenn Pylades zum Tode verwundet iſt, ein kraͤftiger Ab⸗ ſchied, ein ſicherer Dolchſtoß, um eine langſame Todesqual zu enden; ein furchterlicher Schwur der Rache, den man haͤlt, vielleicht eine Thraͤne und Oreſt bleibt mit ſich ſelbſt in Frieden.

So mußten Brulart und Atar-Gull ſich lie⸗ ben, ſo, oder ſo ſich tödtlich haſſen, denn bei die⸗ ſen beiden Maͤnnern mußte Alles grofartig ſein.

Sie haßten ſich dieſer Eindruck war plotzlich, gleichzeitig doch aͤußerte er ſich bei Jedem auf ganz verſchiedene Art, Brulart's Augen blitzten und ſeine Lippen erbleichten. Atar⸗Gull blieb dagegen ruhig, kalt, und ein unnachahm⸗ lich liebliches Lächeln ſchwebte um ſeinen Mund; ſein Blick, der eben ſeinen Gegner ſtarr verfolgte, wurde flehend, furchtſam; mit dem Ausdrucke tie⸗ fer Unterwerfung ſtreckte der Neger ſeine Arme Brulart entgegen.

Und dennoch fuͤhlte Atar-Gull einen unver⸗ ſoͤhnlichen Haß; jedoch lehrte den Wilden ſeine Verſchlagenheit, daß, um dieſen Haß zu befriedi⸗ gen, er ihn lange Zeit durch dunkle Windungen fuͤhren muͤſſe, und die Verſtellungskunſt, welche eben ſo groß und inſtinktmaͤßig im Naturzuſtande als in der verfeinertſten Civiliſation iſt, kam ihm auf eine wunderbare Weiſe zu Huͤlfe.

Er iſt feige er fuͤrchtet mich, er fleht um Gnadeg ſagte ſich Brulart; pich ſtellte ihn hoͤ⸗