Teil eines Werkes 
9. Theil, Atar-Gull : Roman : 2. Bändchen (1838)
Entstehung
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her, kraͤftiger Geſtalt, mit einem Worte, er war eben ſo koloſſal in ſeiner Art, als Brulart in der ſeinigen.

Auf einen Wink des Capitains wich die ganze Mannſchaft auf das Vorderdeck zuruͤck, und er blieb allein, ſeinen Gefangenen zu betrachten.

Atar⸗Gull wendete den Blick nicht von ihm, und heftete unverwandt und feſt ſeine Augen auf ihn.

Es herrſchte zwiſchen dieſen beiden Leuten, ich weiß nicht welche verborgene Verwandtſchaft, welche geheime Uebereinſtimmung, welche ſeltſame Sym⸗ pathie, die aus ihrer aͤußern Bildung hervorging; unwillkuͤrlich ſtaunten ſie ſich gegenſeitig an, denn Beiden wareu in allen ihren Zuͤgen jene Kraft, jene Staͤrke und der unbezaͤhmbare Charakter aufge⸗ druͤckt, welche bei den Wilden das Ideal der Schoͤnheit ausmachen.

Dieſe beiden Maͤnner mußten ſich lieben oder haſ⸗ ſen; lieben, nicht mit lugenhafter, ſchuͤchterner Freund⸗ ſchaft, wie wir ſie in unſern glaͤnzenden Palaͤſten kennen, die man mit wenigem Golde pruͤft, die bei einem Worte, einem Ehebruche oder einer Ohr⸗ feige erſchrickt, ſondern mit jener großen maͤchtigen Freundſchaft, die Schlag fuͤr Schlag giebt, Blut fuͤr Blut, die ſich mitten im Gemetzel und Blut⸗ bad zeigt, wenn Kanonen donnern und das Meer brauſt, und die verlangt, daß man ſich mit pul⸗ verſchwarzen Lippen kuͤſſe und mit blutgerotheten