Teil eines Werkes 
9. Theil, Atar-Gull : Roman : 2. Bändchen (1838)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ja nichts fur ſie veraͤndert: nur daß ſtatt des Him⸗ mels, der ihnen Tags zuvor gllaͤchelt hatte, heute die ſchwere Decke des Schiffes uͤber ihnen lag, daß ſtatt der blendenden Sonne, die ſie mit Waͤrme und Licht umgeben hatte, durch die dichtvergitterte Luke nur wenig Luft und Licht eindrang. Sie fragten ſich in ihrer naiven Sprache nur, indem ſie auf die Decke und die Gitter zeigten, weshalb der Himmel ſo ſchwarz und ihnen ſo nahe ſei, und die Sonne ſo blaß und kalt; und dann fragten ſie ſich, warum dieſe garſtigen Eiſenringe ihre ſchon wunden, geſchwollenen kleinen Fuͤße einzwaͤngten; und auch, warum ſie ſchon ſeit drei Tagen ihre Muͤtter nicht geſehen, die ihnen gerade ein ſchoͤnes Halsband von Kolibrifedern verſprochen hatten, und

eine buntere Schuͤrze als alle Steinchen des rothen

Fluſſes. Endlich aller dieſer Fragen und des Wei⸗ nens muͤde, waͤlzten ſie ſich, ſchlugen ſich unter⸗ einander, wahrſcheinlich um geduldiger die Eßſtunde abzuwarten; denn man hatte ſie ſeit zwei Tagen ein wenig vergeſſen, und ſie litten großen Hunger. Brulart ging voruͤber, und ohne es eben ab⸗ ſichtlich zu thun, zerquetſchte er durch einen Tritt mit ſeinem breiten, ſchweren Stiefel einem dieſer Kinder beinahe das Bein. Es war hier ſo finſter. Der arme Kleine ſchrie erbaͤrmlich. vEin anderes Mal ziehe Pantoffeln an, aftika⸗ niſche Ratte,« ſagte Brulart, und ging nach der 1*