Teil eines Werkes 
3. Band (1863)
Entstehung
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nicht mit der Abſicht thäte, Sie an die Stelle derjenigen zu ſetzen, die ich verloren habe.— Denken Sie deßhalb nicht ſchlecht, nicht nachtheilig von mir, daß ich Ihnen ſchon jetzt dieſes Geſtändniß mache— ich würde noch lange Zeit ge⸗ ſchwiegen, noch lange von der Hoffnung gelebt haben, wenn es hätte ſein können. Sie ſollen mir auch noch nicht einmal eine feſte und beſtimmte Zuſage machen; es iſt nicht nöthig, daß irgend Jemand von unſerer Unterredung und von meinem Antrage Kenntniß erhalte, bis Sie mir offen Ihre Einwilligung geben können— aber die Hoffnung müſſen Sie mir laſſen, abreiſen dürfen Sie nicht, das ſoll für jetzt Ihre einzige, Ihre ganze Antwort ſein.

Nun? fragte er nach kurzer Zeit, während ſie bald er⸗ bleichend, bald erröthend da geſeſſen hatte— nun?

Ich werde reiſen, Hoheit, ſagte ſie mit feſter Stimme und ihn einen kurzen Moment ruhig anſehend— ich werde reiſen, und wenn es geſchehen könnte, würde es heute, würde es in dieſem Augenblicke geſchehen!

Alſo Sie verwerfen mich? rief er heftig.

Ich reiſe, Hoheit, wiederholte ſie ruhig— und wenn ich mich wirklich Ihrer Achtung erfreut habe, ſo geſtatten Sie mir, Ihnen jetzt Lebewohl zu ſagen.

Achtung? Achtung— das iſt das kalte, nichtsbedeu⸗ tende Wort, womit Sie mich abſpeiſen wollen— Sie ver⸗ werfen die Hand ihres regierenden Fürſten, der Sie zu ſei⸗ ner Gemahlin, zur Gräfin und bald zur Fürſtin machen