Teil eines Werkes 
3. Band (1863)
Entstehung
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Ihr Anblick übt einen eigenthümlichen Eindruck auf mich aus. Der Schmetz und die Qual, welche mich in ſteter Unruhe umhergetrieben haben, fangen an, mich weniger zu verfolgen— zum erſten Male kann ich ruhiger, kann ich gefaßter an ſie denken—— ich danke Ihnen dafür, danke Ihnen von ganzem Herzen.

Ew. Hoheit ſind ſehr gütig, ſagte ſie, ſich gewaltſam aufraffend; aber ich bin ſelbſt ſehr ſchmerzlich bewegt, ich bedarf ſelbſt des Troſtes, ich—

Das iſt es ja eben, was uns zuſammen kettet, unter⸗

brach er ſie, der gemeinſame Schmerz. Sie können zu mir von dem Geſchiedenen reden, und ich zu Ihnen von ihr— darin liegt die Quelle des Troſtes und eines, wenn auch ſehr ſchmetzlichen Glückes, aber doch immer eines Glückes. Empfinden Sie daſſelbe nicht auch?

Cw. Hoheit, ſagte ſie, ſich erhebend, Sie müſſen Nach⸗ ſicht mit mir haben— ich fühle mich noch zu angegriffen, als daß ich im Stande wäre, über mein Empfinden Rechen⸗ ſchaft abzulegen.

Rechenſchaft, fragte er befremdet, habe ich Rechenſchaft verlangt? Dann bin ich ſehr von Ihnen mißverſtanden worden. Ich gebe mich der troſtreichen Ueberzgugung hin, daß unſere Gefühle dieſelben ſind und daß daher ein Aus⸗ tauſch für uns Beide wohlthuend ſein muß. Für mich iſt es wenigſtens ſo geweſen, und wenn Sie mir geſtatten, meinen Beſuch öfter zu wiederholen, wenn Sie mir dieſes