Teil eines Werkes 
3. Band (1863)
Entstehung
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Ein Thaler? fragte erfreut die arme Frau, indem ſie den Fremden verwundert anſah; nun, wenn Ihr uns nicht anzeigen wollt, und das werdet Ihr nicht thun, ſetzte ſie, den Thaler nehmend, hinzu; ſind Euch dieſe beiden Bürden genehm?

Ja, ſagte er barſch und heftig, und nun geht, macht, daß Ihr fort kommt! Euer Schwatzen iſt mir zuwider!

Die Weiber ſahen den ſonderbaren jungen Mann ein⸗ geſchüchtert an, luden ihre Holzbündel wieder auf, bis auf zwei, welche ſie zurück ließen, und beeilten ſich, der Weiſung Folge zu leiſten, jedoch nicht ohne vorher nochmals einen freundlichen„guten Abend“ gewünſcht zu haben.

Sie waren bald um den nächſten Vorſprung der Straße verſchwunden.

Er hatte ihnen mit geſpannter Erwartung nchgeblict — jetzt ſprang er auf und beſchäftigte ſich damit, die beiden Holzbündel über einander zu vereinen. Er ſchob die Stan⸗ gen des einen in das andere und wurde bald mit ſeiner Arbeit fertig; dann ſtellte er das dadurch ungefähr zehn Fuß lang gewordene Holzbündel aufrecht gegen die Fels⸗ wand, genau etwas unterhalb der Stelle, wo drüben das Geländer fehlte. An eine der längſten Stangen, welche er vorher herausgezogen, band er ſein rothes Taſchentuch wie eine Fahne feſt, und ſetzte ſich, als er dieſe ſonderbaten

und unheimlichen Vorrichtungen vollendet hatte, wieder

auf die Bank.