Teil eines Werkes 
3. Band (1863)
Entstehung
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Mehr würde mir nicht kleiden, es würde zu gedrückt ausſehen.

Nun, du mußt das beſſer wiſſen, und ich will nichts mehr tadeln und nichts mehr wünſchen. Sei nur recht heiter, recht zuvortzmend gegen den Fürſten und die Gräfin, und ich werde g ganz mit dir zufrieden ſein. Hier iſt dein Mantel, der Wagen wartet.

Der Hof hielt ſich auf einem, eine kleine halbe Meile von der Reſidenz gelegenen Schloſſe auf. Die innere Ein— richtung deſſelben war äußerſt lururiös, denn der Fürſt ſchien, indem er ſie herſtellen und ergänzen ließ, zeigen zu wollen, daß die Eigenſchaft ſeiner Gemahlin als ſolche die Hauptſache ſei und es keinen Unterſchied mache, ob ſie aus einem ihm ebenbürtigen fürſtlichen Geſchlechte ſtamme oder nicht. Die allgemeine Meinung ließ ſich dadurch jedoch nicht beirren, ſie verharrte in ihrer Abneigung und Nicht⸗ achtung gegen die Gräfin. Wäre der Regent ein volks⸗ thümlicher Fürſt geweſen, hätte er, indem er eine Tochter des Volkes zu ſeiner Gemahlin wählte, die Schranken und Vorurtheile zerbrochen, welche ſeine Wahl einſchränkten, hätte er ſie zu ſeiner wirkl lichen Gemahlin, zur Fürſtin des Landes gemacht, und wäre ſie ſelbſt ein edles, ſolcher Auszeichnung würdiges Weib geweſen— wie würden ihr die Herzen des Volkes zugeflogen ſein! Aber wie der Fürſt in allen Dingen ſchroff ſeinem Volke gegenüber ſtand,

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