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des Fürſten, was allerdings ſeine Schwierigkeiten hatte, da er es ſich nicht verhehlte, daß bei einem ſo heftigen, egviſtiſchen, rückſichtsloſen und eigenſinnigen Manne, eben ſo gut wie gegen Andere, auch gegen ihn ſelbſt jeder Be⸗ weis von Wohlwollen oder Gnade plötzlich in das Gegen⸗ theil umſchlagen könne. Doch dieſe Erwägung kümmerte ihn für den Augenblick noch wenig; er vertraute ſowohl auf ſich ſelbſt als auf die Gräfin, an welcher er, wie er wußte, eine treue Verbündete beſaß, weßhalb er auch be⸗ ſchloß, ſeiner Frau den Befehl des Fürſten unumwunden mitzutheilen und ſie zur Ausführung deſſelben mit allen ihm zu Gebote ſtehenden Mitteln zu veranlaſſen. Es war ihm zwar ſo vorgekommen, als wenn die von dem Fürſten beſonders hervorgehob e Schönheit ſeiner Frau für dieſen das Hauptmotiv zu dem ihm ertheilten Befehle gegeben hätte— er lächelte ſelbſtgefällig, als ihn dieſer Gedanke durchflog; denn die Schönheit ſeiner Frau hatte für ihn ſelbſt durch den Beſitz den größten Theil ihres Reizes ver⸗ loren, und eine kleine Intrigue wäre eine pikante Abwechs⸗
lung des bereits vielfach zur Langenweile neigenden ehe⸗ lichen Verhältniſſes geweſen. Aber daran war bei Cäci⸗ liens Charakter und Anſchauungsweiſe gar nicht zu denken, was, ohne daß er es ſich eingeſtand, doch das befriedigende Gefühl geſchmeichelter Citelkeit bei ihm erzeugte. Ein Weib ſteigt immer im Werthe in den Augen des Mannes, ſobald ihr von einem Anderen gleichfalls gehuldigt wird—


