Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Sr. Hoheit haben ihn in eine ſo gereizte Stimmung ver ſetzt, daß er feſt entſchloſſen iſt, dieſen Zuſtänden ein Ende zu machen.

Ich befürchte nur, daß das gewählte Mittel nicht das gewünſchte Ziel, ſondern eher das Gegentheil herbeiführen wird die Aufregung wird ſteigen, und es iſt wahrlich nicht abzuſehen, was daraus entſtehen kann.

Sie ſprechen meine ganze Anſicht aus, bemerkte Leſſen; nicht nur die meinige, ſondern auch die Anſicht der Frau Gräfin. Es war einmal nicht möglich, den Regenten von ſeinem Entſchluſſe zurückzubringen; die Unterredung zwi⸗ ſchen ihm und der Fürſtin wird heute Morgen ſtattfin⸗ den. Ich verſpreche mir davon keinen Erfolg, ſondern bin feſt überzeugt, daß die Fürſtin auf ihrer Weigerung behar⸗ ren wird.

Ich zweifle keinen Augenblick daran, ſchaltete der Ge⸗ heimerath ein.

Von Seiten der Frau Gräfin ſowohl als von meiner Seite wird dann Alles aufgeboten werden, um wenigſtens die Ausführung der angedrohten Maßregel zu verhindern..

Das freut mich von ganzem Herzen.

So bin ich denn vielleicht nicht vergeblich zu Ihnen ge⸗ kommen, ſagte Leſſen, dem Geheimenrathe die Hand reichend; denn meine Abſicht iſt keine andere, als Sie zu unſerem Verbündeten zu machen.

Ich verſtehe Sie noch nicht recht.