Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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ſchon als Mann dazu verpflichtet. Doch ich will das Ihrer eigenen Erwägung überlaſſen, fuhr er fort, als der Gehei⸗ merath wieder verlegen ſchwieg; jedenfalls werde ich Ihre Botſchaft ausrichten, wenn Sie mir den Auftrag dazu am Schluſſe unſerer Unterredung erneuern ſollten. Ich will offen mit Ihnen reden. Sowohl Se. Hoheit der Mitregent, als ich, der ich mit ſeinem Vertrauen beehrt bin, waren der Meinung, daß Sie, Herr Geheimerrath, die Anſichten Ihrer Frau Gemahlin theilten und Sich nur Ihrer amtlichen Stellung wegen den Schein gäben, als ſei dies mehr oder weniger nicht der Fall.

Es ſchmerzt mich, daß Se. Hoheit mich ſo falſch be⸗ urtheilt, ſchaltete der Geheimerath ein.

Sie haben nicht nöthig, Sich dieſem Schmerze hinzu⸗ geben, fuhr Leſſen freundlich fort, denn Se. Hoheit ſind von dieſer Anſicht zurückgekommen, und meine eigenen, noch immer beſtandenen Zweifel ſind jetzt ebenfalls beſeitigt.

Es freut mich, dies zu hören.

Se. Hoheit wird heute Morgen in der formellſten Weiſe, als Mitregent und ſouverainer Fürſt dieſes Landes, die. Anerkennung ſeiner Ehe mit der Gräfin von Schöneck von ſeiner Mutter fordern. Er wird der hohen Frau entſchie⸗ den erklären, daß ihre Zuſtimmung nicht zur Gültigkeit der Ehe erforderlich, aber zur endlichen Beſeitigung der ſich im Volke kundgebenden Mißſtimmung und der deßhalb immer maßloſer auftretenden Oppoſition des Landtages dringend