Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Blicke; dann konnten Sie allerdings für mich keine Zeit crübrigen.

Ich bin wirklich ſo mit Geſchäften überhäuft, erwie⸗ derte der Geheimerath ausweichend, ich..

Nun, laſſen wir das, bemerkte Leſſen; wenn Sie mich auch nicht zu Ihren Freunden zählen, ſo thue ich es ſelbſt, und es bleibt Ihnen nichts übrig, als dies zu dulden. Ich bin nur hergekommen, um Ihnen einen Beweis davon zu geben. Sie wiſſen, fuhr er fort, da der Geheimerath die letzten Worte ſeines Beſuches nur durch eine ſtumme Ver⸗ beugung erwiederte, Sie wiſſen, welche traurigen Zerwürf⸗ niſſe zwiſchen Sr. Hoheit dem Mitregenten und Ihrer Ho— heit der Frau Fürſtin⸗Mutter obwalten. Alle Verſuche, die hohe Frau milder zu ſtimmen, ſind bisher geſcheitert; ſie weigert ſich nach wie vor, die Ehe ihres Sohnes mit der Frau Gräfin von Schöneck anzuerkennen und dieſe ſelbſt zu empfangen.

Es iſt dies ſehr zu beklagen, ſchaltete der Geheimerath ein, während Leſſen eine kleine Pauſe eintreten ließ.

Es freut mich, daß Sie dies anerkennen, fuhr er dann

fort, und ich ſehe aus dieſer Aeußerung, die Sie gewiß nicht gemacht hätten, wenn Sie nicht Ihre Ueberzeugung enthielte, daß die Frau Gräfin von Schöneck Sie richtig beurtheilt hat und meine eigenen Zweifel unbegründet waren.