Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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reizt am meiſten, ich kenne das; die Gräfin iſt überhaupt eine ſehr kluge Frau, das muß man ihr laſſen. Der neue Cabinetsrath ſteht ihr rathend zur Seite; da werden Se. Hoheit auf ihrer Hut ſein müſſen.

Man thut ihr vielleicht doch Unrecht; ich finde im Gegentheil, daß ihr Benehmen ſehr achtungswerth iſt. Soll ſie den Regenten vielleicht gegen ſeine Mutter aufreizen?

Sie meinen noch mehr, als es jetzt geſchieht? O, das wäre ſehr beklagenswerth— ich maße mir auch durchaus kein Urtheil an, im Gegentheil, ich bin ganz Ihrer An⸗ ſicht, auch überzeugt, daß ſie ihren Zweck vollkommen erreichen wird. Heute Morgen wird zum Beiſpiel wieder ein Hauptſchlag geführt— ob mit Erfolg, ſteht freilich dahin.

Was wollen Sie damit ſagen?

Se. Hoheit begibt ſich heute Morgen noch zu der Fürſtin⸗Mutter, um in formellſter, aber zugleich in der entſchiedenſten Weiſe die Anerkennung ſeiner Che von ihr

zu fordern. Man ſpricht davon, daß bei einer noch länger

fortgeſetzten Weigerung die Frau Fürſtin⸗Mutter genöthigt werden würde, Albernhauſen ganz zu verlaſſen.

Ach, glauben Sie doch nicht ſolchen böswilligen Gerüchten, die lediglich in der Oppoſition ihren Grund haben.

Ich glaube nichts, als was ich beſtimmt weiß. Daß